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Der Angst vor Ohnmacht und Hilflosigkeit begegnen

Liebe Freunde,

Endlich ist bei mir der Groschen gefallen!

Eigentlich hätte der gestrige Tag der Beste seit langem sein sollen, haben wir doch so viel Zeit und Kraft in diesen Kongress investiert. Aber irgendwie kam ich mir nutzlos vor, traurig, fehl am Platz. Immer wieder schlichen sich miese Gedanken über und um die gesamte Weltsituation in meinen Kopf. Dann erreichte mich noch eine Nachricht, die mich noch mehr erschütterte. Eine Bekannte, die wir sehr bald in Panama besuchen wollten, steckt in Deutschland fest. Sie ist kurzfristig zur Beerdigung ihres Papas nach D geflogen und kommt durch die Abriegelung des Flugverkehrs nicht mehr zurück zu ihren Kindern. Ich wollte so gern helfen, wusste aber nicht wie.

Alle Möglichkeiten, die mir vorschwebten, machten keinen Sinn. Ich überlegte, da wir ja nicht feststecken, nach Panama zu fliegen, um die Kinder zu unterstützen. Aber was, wenn wir aufgrund unseres Passes festgesetzt werden oder die Kinder uns gar nicht wollen, …? Nach unendlichen Horrorszenarien ließ ich den Tränen der Hilflosigkeit freien Lauf und erinnerte mich an die Worte, die ich die letzten Tage so oft hörte: „Fühle deine Gefühle zu Ende!“ Also fühlte ich, was gerade da war: Hilflosigkeit, Trauer, Unverständnis, Enge, Wut, Ohnmacht …, fühlte mich in die Kinder hinein und in die Mutter.

Ich spürte, was ich so lange verdrängt habe, die Sehnsucht nach meiner Mutter, die nie wiederkommen würde. Ich fühlte die Gefühle einer Mutter, die unfreiwillig von ihren Kindern getrennt wurde und in tiefer Verzweiflung und Sorge vollkommen hilflos den Vorwürfen anderer ausgesetzt ist. Es kamen Szenen aus „Kevin- allein zu Hause“ hoch, aber auch Kriegsszenarien, wo Kinder von ihren Eltern getrennt wurden, um sie in Sicherheit aufs Land zu bringen oder ins KZ gesteckt wurden.

Als ich diese ganzen Gefühle willkommen hieß- lösten sie sich auf und meine Grundstimmung hob sich auf ein Vielfaches. Kurt Tepperwein sagte: „Das ist nur die kleine Heilung!“, also sagte ich mir: „Ich bin ewiges und unendliches Bewusstsein!“ und erkannte, was ich wirklich tun kann.

Natürlich rebellierte mein Verstand, als ich mir für meine Bekannte einen Direktflug vorstellte und wie sie und ihre Kinder sich fühlen würden, wenn sie sich in die Arme fallen. Aber ich konnte meinen Verstand zur Ruhe bringen und fühlte eine unendliche Kraft, die mich all meine Begrenzungen vergessen ließ.

Ich war so erleichtert und das möchte ich euch als Botschaft und Resümee mitgeben:

Nehmt diese Krise – im außen- als Chance, all eure Anteile – im innen- zu heilen, indem ihr fühlt, was das Außen im Innen mit euch macht und erkennt es an! Heißt die Gefühle in Euch willkommen – sie sind da, um euch den Weg zu weisen. Erkenne dein ewiges und unendliches Bewusstsein, das DU bist, an und fühle deine schönste Lebensvorstellung!

In Liebe und Dankbarkeit zu Euch

Eure Katrin